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Geschichte

Das Hotel-

1912 wurde „Das vornehme Haus ersten Ranges“-

so alte Hotelprospekte- gebaut-

eine abwechslungsreiche, aufregende Geschichte folgte.

Anfang der 90er Jahre lag Traurigkeit über den alten Gemäuern-

Dann kamen Mut und Freude zurück-

es wurde aufwändig umgebaut und modernisiert.

 

Das Ergebnis:

Außen- alter Charme und Geschichte

Innen- Farben, Design und junger Geist

Neugierig auf mehr Geschichte, dann lesen Sie weiter:

Als “...das vornehme Hotel 1. Ranges, auf dem Kamme des Thüringer Waldes, 835m über dem Meere, an der sagenumwobenen Heerstraße, dem Rennsteig“ wird es in einem Prospekt von 1912 beschrieben. Die Vorzüge des damaligen „Müllers Hotel“ lagen u.a. „... in der Zentralheizung und dem Fernsprecher Nr. 17. Wagen zu Spazierfahrten wurden “...zu mäßigen Preisen gern besorgt...“ Übrigens betrug der Pensionspreis für Vollpension und Zimmer 7 Mark pro Tag und Person für die Herrschaft, für die Dienerschaft noch einmal 4 Mark pro Person.

Die Gäste reisten zu dieser Zeit schon aus Frankfurt und Nürnberg mit der Kutsche an.Die Reisedauer wurde mit 2 Tagen angegeben. Dramatisch änderte sich das am 31.Oktober 1913, als der Bahnhof Neuhaus, als höchstgelegene Eisenbahnstation Thüringens eingeweiht wurde. Fortan brachten dampflokbetriebene Züge die Erholungssuchenden aus Frankfurt in 9 ½ Stunden, aus Berlin in 7 Stunden, aus Hamburg in 10 und aus Nürnberg in 5 Stunden „...in den Ort tiefsten Waldfriedens...“

1926 verkauft die Familie Müller das Hotel, und für 10 Jahre zieht helles Kinderlachen in die 4 Etagen des Hauses ein. Die Stadt Leipzig erwirbt das Anwesen und betreibt es als Kindererholungsheim.

Als Erholungsheim wird es auch weitergeführt, als es von den Ammoniakwerken Merseburg erworben wird. Zur Einweihungsfeier am 3.Juni 1936 sind denn auch alle Gäste pünktlich versammelt. Nur der Vertrauensrat traf mit Verspätung ein, „...denn das gelbe Postauto hatte auf der Fahrt eine Panne erlitten, die nach 2-Stündiger harter Arbeit glücklich behoben wurde...“.

 

Die Vorteile des Hauses werden nun beschrieben mit „...die Höhenlage, die frische Luft. Inmitten schöner Wälder, luftige Schlafräume mit guten Betten und insbesondere der Große Duschraum wird für Körperpflege und Hygiene gute Dienste tun...“. Ein Duschraum für 90 Betten!

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges war das Haus zunächst amerikanisches Hauptkommando, später russische Kommandantur, bevor es an die Ammoniakwerke, jetzt Leuna-Werke, rückübertragen wurde, als Erholungsheim für Werktätige.

Gute 20 Jahre später, nämlich im März 1968 erreichte der letzte Personenzug den Bahnhof Neuhaus. Knapp 55 Jahre nach seiner Inbetriebnahme schließt der Bahnhof Neuhaus seine Türen wieder für Reisende.

Das Haus ist bis 1994 in Besitz der Leuna- Werke und wird bis 1990 als Betriebsferienheim betrieben..

Arbeiter und Angestellte des Chemiekombinates verbringen mit Ihren Familien erholsame Ferien. Innen, immer wieder umgebaut, und der Zeit entsprechend modernisiert,

bleibt die typische, grau-schwarze Fassade eines der größten verschieferten Fachwerk- Häuser der Region erhalten.

Im Frühling des Jahres 1994 wird das Haus, seit 1990 firmierte es als  Hotel Thüringer Hof, jäh aus seinem Dämmerschlaf gerissen.

Zwei Berliner, Hoteliers mit Leib und Seele,

Rita Worm und Lutz Michael Horn, tragen einen neuen  Geist in die alten Gemäuer- den Geist des Schieferhofs.

Gastgeber, die die Seele berühren,

Räume, die Atmosphäre versprühen,

und dabei werden alle Sinne satt.

Ein Farbklecks, ein kleiner aber bedeutender Farbklecks,

im Gemälde des Lebens Ihrer Gäste sein zu dürfen,

leise, ehrlich, authentisch- so der Anspruch der Beiden.

Alles Handeln hat nur ein Ziel, Wohlergehen und Erfolg der Gäste, der Mitarbeiter,

Lieferanten , Partner, eben aller mit dem Schieferhof in Beziehung stehender Menschen.

Der Thüringer Wald wird zum „AbenteuerSPIELplatz“ im besten Sinne des Wortes,

es geht um „schöner, besser, länger leben“- und der Schieferhof mittendrin.

Das alte Gemäuer kommt aus dem Staunen nicht mehr raus.

Ach, ja, und dann wird da auch der direkte Draht zur großen weiten Welt wieder geknüpft.

Seit dem Jahr 2003 erfreut sich der Bahnhof in Neuhaus am Rennweg wieder am Zuspruch

der Reisenden. Die Züge der Südthüringenbahn verkehren stündlich zwischen Neuhaus und Sonneberg, und wie schon 1913 „…schlagen die Herzen der reisenden Herrschaften beim Anblick der

lieblichen Täler  und wild- romantischen Berghänge  gleich doppelt so hoch..“

 




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